Salsa

Salsa - die aktuelle Szene

Hört man Salsa, so denkt man an Kuba, Musik, Tanz zu heißen Latino-Rhythmen. Ja, man liegt richtig: Salsa ist Latinomusik.

Er ist wie die Liebe, ein Lebensgefühl. Er boomt, ist Kult, ist Tanz - auch im Jahr 2013. Wer kommt angesichts dieses Latino-Feelings nicht ins Schwärmen. Wer möchte nicht wie ein Salsero oder eine Salsera durch die Fiestas oder Noches Tropicales zu heißer Musik tanzen? - Wir laden euch ein, sofort loszulegen. Die Tanzfolgen zu lernen ist einfach. Natürlich sind Kurse Klasse, aber warum nicht schon mal ein paar Tanzschritte im Wohnzimmer einstudieren?

Was ist Salsa?

Dass Salsa spanisch ist, Soße oder Sauce bedeutet, wissen die meistens. Ja, es fallen einem sofort eine Menge südamerikanischer Cocktails ein, Caipirinha etwa, Zuckerrohrschnaps mit Rohrzucker, Limonen mit Eis. Oder der Mochito aus Kuba, Rum mit Limonen, Eis. Oder die Pina Colada oder auch Cuba Libre. Genauso bunt wie die schillernden Cocktails sind der Tanz und die Musik - ein Mix, eine bunte Mischung. Was findet man in dieser Mischung? Musik, Tanzschritte, Latino-Feeling, unterschiedliche Kulturen, Nationen, Sprachen sowie Hautfarben.

Dass Salsamusik ganz anders ist als Tango, House, Rap, oder sonst was, merkt man sofort, wenn man auf einer Salsa-Party ist. Solche Parties sind ausgelassen, romantisch, verrückt, sind rhythmisches Leben. Sich zu südamerikanischer Musik zu bewegen ist Spaß, ist Liebe, ist heiß, ist Toleranz. Mit anderen Worten: Der Tanz ist ein Lebensgefühl. Dieses Feeling nimmt gefangen: alt, jung, schwarz, weiß, Latinos und Europäer.

Jetzt mal ein wenig formalistischer: Der Begriff Salsa wird oft auch als Ordnungsbegriff für verwandte lateinamerikanische Musikstile und Tänze benutzt. So fasst man – zumindest in Deutschland - auch den Merengue oder Cumbia darunter. Oder Modetänze wie den Macarena.

Auf unserem Portal möchten wir Euch den Rhythmus der Karibik näher bringen, euch einen Einblick in die Szene geben, Interesse wecken ... für die schönste Musik Kubas und Lateinamerikas.

Anfänger lernen hier die ersten Schritte, den Grundschritt, den es eigentlich gar nicht gibt und die Grund-Bewegungen kennen. Keine Angst: die Tanzschritte sind nicht schwer. Das gilt auch für die bekannten Figuren Las Cucarachas, die Promenade und Cross Body Lead.

Wir stellen Euch den besten Film zum Thema vor, zeigen Euch, wo in Deutschland die besten Salsa Clubs zu Hause sind.

Und was es noch hier bei uns gibt: Videos und andere Medien, etwa die Salsa CD. Wir stellen Euch viele gute Salsa Songs vor.



Geschichte

Die Geschichte des Salsa ist faszinierend.

Es war die Zeit nach dem 2. Weltkrieg, in der viele Latinos aus Kuba, Kolumbien, Puerto Rico sowie Venezuela nach den USA auswanderten. Viele von ihnen gingen nach New York und alle brachten ihre eigene Musik mit dorthin. So ist es kein Wunder, dass New York der Topf für den Salsa, für die "Soße" geworden ist.

Doch blicken wir einmal genauer hin. Was wurde in New York zusammen "gekocht"? Aus Puertorico kamen Plena, Seis und Bomba. Die Kubaner hatten ihren Guaracha, Rumba und Danzon oder auch den Mambo oder Cha Cha Cha. Klar, in New York begegneten sich die Kulturen und begegnete sich die Musik dieser Kulturen, auch auf gemeinsamen Parties. So wurde nach und nach das Wort Salsa für die lateinamerikanische Musik und die Tanzschritte geprägt. Was zunächst Umgangssprache war, wurde zur offiziellen Bezeichnung. Der Mix der Musik und des Tanzes entwickelte sich und es kristallisierte sich eine eigenständige Musikrichtung heraus. Beteiligt an diesem neuen Stil waren Musikerlegenden, aber auch das Musik-Label "Fania" im New York der 1970er Jahre. Es publizierte Salsa-Titel von Willy Colon, Celia Cruz, Ruben Blades, Tito Puente und auch Ismael Miranda.

Das lateinamerikanische Stadtviertel von New York, "El Barrio", war der Geburtsort des modernen Salsa, der Mischung aus Musik, Tanz und Lebensgefühl.

Kuba war jedoch das Land, das dem Salsa immer die größten Inspirationen verlieh, denn die kubanischen Rhythmen waren ihrerseits durch Einflüsse von unterschiedlichen Seiten entstanden: Kuba wurde schon sehr früh kolonialisiert. Aus Spanien wurde eine große Musiktradition nach Kuba gebracht, mit Instrumenten wie Klavier, Gitarre und Flöte. Außerdem besaß Spanien durch die arabische Herrschaft in Andalusien schon selbst eine multikulturelle Musik. Aus Afrika kamen Percussion und Trommeln hinzu. Im letzten Jahrhundert "kolonialisierten" die Kubaner dann ihrerseits Amerika und insbesondere New York. Doch die Lateinamerikaner, die Kubaner gingen nicht nur nach New York, sondern emigrierten auch in andere Länder und auch nach Europa.

Einen Meilenstein in der Entwicklung des Salsa legte der Mambo in den 1940er Jahren. Mambo war damals eine Mischung afro-kubanischer Rhythmen mit dem Big-Band-Klang der Swing-Ära. Der kubanischer Bandleader Pérez Prado wird als der Erfinder des modernen Mambo angesehen. Er brachte den neuen Sound nach Amerika und Europa, machte den Mambo dort populär. In New York war der Mambo in den 1950er Jahren am Zenit der Musik angekommen. Bekannte Bands waren Machito, Tito Rodriguez und Tito Puente. Tito Rodriguez ließen auch Jazz-Elemente und Instrumentalsolos in den Mambo einfließen, also Stilelemente, die auch viele Salsas von heute aufweisen. Auch Beny Moré wandelte den Mambo ab und kombinierte ihn mit Guaracha und Son.

Die Salsa Musik hatte sich nun von der Karibik losgenabelt und entwickelte sich (unterschiedlich) auf allen Kontinenten, hauptsächlich allerdings in den USA, Europa und weiterhin in Lateinamerika.

Einen Boom konnte man in den 1960er Jahren beobachten. Ein weiterer schwappte in den 1980er Jahren von den USA nach Europa, mit den Filmen "Dirty Dancing" und "Mambo King". Heute ist der Mambo-Tanz mit dem New York Salsa Style identisch. Das gleiche gilt für die Mambo Musik und den Salsa als Musikrichtung. Auch sie sind heute identisch. Der Musiker Tito Puente kommentierte dies so: "Salsa heißt Soße, aber den Leuten gefällt es nun einmal, den Mambo so zu nennen."

Der dritte Salsa Boom hat in den 1990er Jahren begonnen und die Welle ist noch immer am Rollen.



Tanz

Aus diesem Geschichtsüberblick heraus verstehen wir auch, dass es so viele unterschiedliche Stilrichtungen gibt. Die Hauptstilrichtungen sind jedoch der Colombiana oder Columbiana, der New York Style und der puertorikanische Stil.



Salsa Musik

Salsa Tanz und - Musik sind zwei unterschiedliche Dinge, obwohl sie natürlich eng zusammen gehören. Ähnlich ist es beim Tango, wo man auch zwischen Tangomusik und Tangotanz differenziert. Für uns Fans sind jedoch folgende Fragen interessant:

Wie erkennt man gute Salsa Musik?

Und: welche Musik ist für Anfänger gut geeignet?